Wir brauchten eine Somojeden-Pause. Aber nicht ganz und gar, da steckt auch Samojede mit drin. Auf so liebgewonnene Wesenszüge, wie z.B. das gelangweilte Ausspucken von Leckerlies, wenn man sich gerade mal nicht auf den heimischen Quadratmetern befindet, wollten wir auf keinen Fall verzichten ;o)
Fiete hatte großes Glück, er ist den spanischen Perreras entkommen. Der Verein → Nothilfe Polarhunde Nord e.V. und seine Helfer haben dafür gesorgt. Einige Zeit musste er noch in einer Hundepension warten. Als es dann losgehen sollte, konnte er nicht reisen, weil er krank wurde. Aber schließlich, endlich, endlich, ging Fiete auf große Fahrt - mit vielen anderen Hunden in einem Transporter. Wir waren mittlerweile so ungeduldig, dass Olaf ihm entgegengefahren ist, um ihn auf halber deutscher Strecke in Empfang zu nehmen. So kam er ohne Umweg über die Auffangstation gleich zu uns.
Und was für einen netten Kerl hatten wir uns da ins Haus geholt: Ein freundlich sonniges Gemüt hat er, offen und neugierig. Das Körbchen wurde sofort akzeptiert und bewohnt. Ein ausgesprochen ordentlicher Hund ist er zudem. Alles was rumliegt wird da reingeschleppt: Stöcker, Knochen, Spielzeug, versehentlich hinuntergefallene Socken verschwinden schneller, als man gucken kann, tauchen aber ebenfalls im Körbchen wieder auf. Wenn Hundebesuch das Körbchen neugierig ausräumt, räumt Fiete es sofort wieder ein.
Auch in der zweibeinigen Nachbarschaft hat er schnell Freunde gefunden. Besonders eine Nachbarin liebt er ganz besonders, und wenn er mal aus dem Garten verschwunden ist, dann finden wir ihn dort.

